Leseprobe
Allerhand und G'schichtli...

Ich kauf ja nicht so gerne ein, aber man muss ja. Man muss ja. Durchs Internet hab ich’s schon mal ausprobiert. 20 Kilo Karotten hab ich dort einmal bestellt. Waren im Angebot, Sonderangebot. Nur mit der Lieferung lief was schief. Schief ist gar kein Ausdruck, es war ein Desaster. Desaster, sag ich Ihnen. Denn was ich geliefert bekam waren Hasen, zwanzig Hasen. Eng eingepackt in 2 Kartons. Es war nicht einfach. Es war schwer, sehr schwer, die da wieder rein zu kriegen, mit dem Hammer, Vorschlaghammer. Und umfrankieren und zurückzuschicken, möchte wissen, wie die Post das gestempelt hat. Naja, wenigstens waren es Schokohasen.
Mein Fazit von dem Ganzen:
Im Internet kriegt man leider noch keine Lebensmittel gut nach Hause gebracht. Und diese runterladen und ausdrucken, ist auch nicht so das wahre, außerdem schmeckt das ein wenig fad.
Und da kauf ich ab und zu mal ein. Statt bei Tante Emma lieber in Märkten auf der Grünen Wiese, weil da gibt es fast alles. Märkte auf der Grünen Wiese werden ja auch Discounter genannt. Warum nennt man die eigentlich auf der Grünen Wiese, Grüne Wiese? Wär’s doch besser >auf grauem Teer<. Ah verstehe, das geht nach der Devise, da gab’s mal eine Grüne Wiese. Also kauf ich in einem Discounter ein.
Sie wissen schon, Discounter, ein riesiges Geschäft, in dem man alles bekommt, was man will: Discounter, kommt ja von „Dis“ für „nicht“ und „Counter“ von Countdown, und Countdown steht für Schnelligkeit, also „Nicht-Schnelligkeit“, das heißt man braucht viel Zeit, viel Zeit zum einkaufen.
Durch zig Regale muss man durch, und ich hab ja nur 'n paar Euro.
Dann kauf ich gleich ne Menge ein: Reis, Rettich, Reinigungsmittel, also Putzzeug, Pralinen, Postwertzeichen, Pariser. – Nee, es waren keine Pariser, es waren ... Hamburger, richtig – Hamburger, Hafer, Hefe, Hausstaubbeseitiger, kurz Staubsauger, Strudel, Stilles Wasser, stille Wasser sind ja bekanntlich tief, Tief ist auch danach das Loch in meinem Geldbeutel – also ich hatte quasi nicht genug dabei, im Beutel.
Die Verkäuferin lächelt, während ich in meinen Taschen kram. Ich hab nicht mehr, aber die Rettung naht, ich hab ja eine Karte, Kreditkarte. Die geb’ ich ihr. Sie wollte noch meine Pin, meine Nummer. Die hab ich allerdings vergessen, außerdem sollte man die nicht an Dritte geben. Da schaute Sie schon etwas mürrisch. Und die Leute in der Schlange, wechselten schon zur andren Kasse, die neu eröffnete, wahrscheinlich wegen mir.
Ende der Geschichte: einiges musste zurück: Also gab ich folgendes zurück: Den Staubsauger, das Reinigungsmittel und die Postwertzeichen, außer das Essen, das hab ich nicht zurückgegeben, also den Reis, den Rettich, Strudel, Stilles Wasser, Hamburger, Hafer, Hefe und Pralinen, weil die Lebensmittel kriegt man ja vom Internet nicht gut nach Hause gebracht.
[Im Buch geht es weiter...]